Gärtner müssen geduldig sein...

 

Am Anfang war nur ödes Brachland, wo einmal der Garten unserer Schule sein soll:

 

Eine eingezäunte Fläche am Rande unseres Schulhofs, rund 400qm groß, in der die vielfältigsten Kräuter wucherten, ein Kaninchen hauste und sogar Frösche ihre Liedchen quakten. Diese Wildnis in einen kultivierten Garten zu verwandeln, der eine ebenso große Vielfalt an Pflanzen und Tieren beheimaten soll, wie wir sie vorgefunden haben und das Ganze für Schülerinnen und Schüler erleb- und erfahrbar zu machen - diese Ideen standen am Anfang.  Aber, wie bereits gesagt:

Gärtner müssen geduldig sein...

So rodeten wir  zu Beginn des Schuljahres erste zugängliche Teilflächen des Geländes, um diese später ihrer Nutzung zuzuführen. Doch bevor es losging, überlegten wir uns,  wie ein solcher Garten aussehen soll und welche Bereiche  unbedingt  dazu gehören. Die wildesten Ideen haben wir ersonnen und wieder verworfen, unterschiedlichste  Gliederungen unseres Gartens vorgeschlagen  und schließlich das für uns Machbare ausgewählt. In diesem Sinne legten wir Wege an, um die einzelnen Parzellen gut zu erreichen, ebneten eine Fläche ein, auf der wir Wildblumensamen aussäten und wählten einen Bereich im hinteren Teil des Geländes aus, wo wir unsere Jahreskomposter aufstellten, den wir aber auch als Pflanz- und Arbeitsbereich nutzen können. Wir pflanzten vorhandene Bäume und Sträucher um und schafften damit  einen Platz, der Klassen und Kursen als   Treffpunkt dienen wird. Schließlich haben wir damit begonnen, einen Sinnespfad auszuheben, der durch einen verschiedenartigen Untergrund den Tastsinn der Fußsohlen anreizt und so ein abenteuerliches Gefühlserlebnis ermöglicht. Dies ist unser Werk, das Werk der Garten-AG: 17 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen, die mit viel Geduld die umfangreiche  und anspruchsvolle Aufgabe bislang bewältigt haben, Auch wenn in diesem Jahr erst die Anfänge für unseren Schulgarten geleistet werden, so können wir jetzt schon, auch Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung unserer Schulgemeinde, auf einen bemerkenswerten Fortschritt zurückblicken und weitere Pläne, wie das Anlegen von Hochbeeten, der Bau einer Trockenmauer oder eines Todholzgartens angehen. Auch  ein Treibhaus  möchten wir aufbauen, einen Kräutergarten anlegen und einen Schulteich ausheben.

Unser größtes Ziel aber wäre es, die Früchte unserer Bemühungen einfahren zu können und uns unsere Geduld in vielfacher Höhe zurückzahlen zu lassen, indem möglichst viele Schülerinnen und Schüler, diesem besonderen Ort durch ihre Mitarbeit eine Gestalt geben und reiche Ernten an Gemüse, Obst und Kräutern einfahren.   

Richard Hölters